Supervision ist eine Beratungsform, bei der berufliche Aufgaben, Themen und Probleme erörtert werden. Die Beratung erfolgt durch einen externen Supervisor. Durch sein unvoreingenommenes sowie professionelles Feedback, hilft er persönliche Einstellungen und Handlungsweisen zu reflektieren. Ziel ist es, das Kommunikationsverhalten zu verbessern und mehr Klarheit über das eigene berufliche Rollenverständnis zu erlangen.
Supervision gewinnt auch in Unternehmen als Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung immer mehr an Bedeutung. So kann ein neu zusammen gestelltes Arbeitsteam sinnvoll unterstützt, oder eine Führungskraft bei der Übernahme einer neuen Funktion gestärkt werden.
Supervision kommt überall dort zum Einsatz, wo es um die Verbesserung von Arbeitsprozessen geht und die professionelle Gestaltung der zwischenmenschlichen Beziehung über Erfolg und Misserfolg einer Organisation entscheidet.
Supervision ist durch ihre Tradition, ihre ständige fachliche Weiterentwicklung und ihre Auseinandersetzung mit der Realität in der Arbeitswelt, bestimmten Werten verpflichtet.
Sie will dazu beitragen, dass Menschen ihre Arbeitsbeziehungen mit gestalten können, dass Organisationen und Betriebe offen bleiben, für einen partnerschaftlichen Dialog, über die Ziele und die Art und Weise gemeinsamer Arbeit.
Der sorgsame Umgang mit Abhängigkeiten sowie Macht und Einfluss und eine nicht-parteiliche Haltung bei der Lösung von Konflikten gelten für Supervisoren als selbstverständlich. Deren Arbeit kann nicht instrumentalisiert werden, um problematische Eigeninteressen in einem Betrieb gegen andere Parteien in einer Organisation zu unterstützen. Gleichwohl ist ein Supervisor zur kritischen Loyalität gegenüber seinem Auftraggeber verpflichtet.
Supervisoren arbeiten auf der Grundlage eines Kontraktes. Neben der schriftlichen Formulierung eines Vertrages über die Dienstleistung Supervision, verweist dieser Vertrag auf die Pflicht des Supervisors, ein tragfähiges Arbeitsbündnis mit all denjenigen herzustellen, die an der Supervision in unterschiedlicher Weise beteiligt sind. Darüber hinaus regelt der Kontrakt das Ziel, das Verfahren und die Dauer einer Supervision und trifft Aussagen zum Vertrauensschutz, zu Arbeitsmodalitäten, zu Zahlungsverpflichtungen und anderen vertragsüblichen Positionen.
Supervision als Prozess erfordert regelmäßige Sitzungen in einem begrenzten Zeitraum, der von allen Beteiligten gemeinsam bestimmt wird.
